Zentrum für Pseudarthrosen

Wenn Heilung Hilfe braucht

Das Zentrum für Pseudarthrosen des BG Klinikums Duisburg bündelt Leistungen aus den Bereichen der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und der Septischen Chirurgie. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit stellt die optimale Betreuung von Patienten sicher, bei denen die Heilung eines Knochenbruchs (Fraktur) oder einer Osteotomie ausbleibt.

Als Pseudarthrose – auch Falschgelenk, Scheingelenk oder Pseudogelenk genannt – bezeichnet man die fehlende Knochenbruchheilung nach mehr als 6 Monaten. Meist geht dies für den Betroffenen mit anhaltenden Schmerzen und fehlender Belastbarkeit des betroffenen Knochens einher – und bedeutet somit einen langen Leidensweg.

Am häufigsten sind Schaftbrüche langer Röhrenknochen (Ober- und Unterschenkel, Ober- und Unterarm) sowie Frakturen des Kahnbeines von Pseudarthrosen betroffen. Die Ursachen für die Entstehung einer Pseudarthrose sind vielfältig: Durchblutungsstörungen des gebrochenen Knochens, ungenügende Stabilität im Bereich des Bruches, systemische Erkrankungen (z.B. Diab.mell., Osteoporose) oder auch Knocheninfektionen.

Trotz aller Fortschritte in der Knochenbruchbehandlung kommt es nach wie vor in 5 - 10% aller Knochenbrüche zu verzögerter oder gar gestörter Knochenbruchheilung.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die genaue Analyse der Ursache von größter Bedeutung, damit eine spezifisch auf den Befund abgestimmte Therapie erfolgen kann.

Operative Maßnahmen beinhalten neben den „klassischen“ Verfahren der Transplantation von körpereigenem Knochen auch den Einsatz von Stammzellen, Wachstumsfaktoren und Knochenersatzmaterialien. Im Fall von Knochendefekten ist der Knochenaufbau über verschiedene Verfahren (Segmenttransport nach Ilizarov, Masquelet-Verfahren) möglich.

  Oberärztin

Dr. med. Eva Simone Steinhausen

  0203 7688-1   evasimone.steinhausen@bg-klinikum-duisburg.de