Informationen für Ärzte und Bewerber

Auf der Intensivstation des BG Klinikum Duisburg ist das gesamte Spektrum moderner Intensivmedizin abgebildet. Als SAV-Klinik der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und als überregionales Traumazentrum steht unsere Intensivstation mit ihren insgesamt 16 Bettplätzen (12 Intensiv-, 4 IMC-Betten) für eine außerordentliche Versorgungsqualität.

Schwerpunkt der intensivmedizinischen Tätigkeit ist die Versorgung polytraumatisierter Patienten, die in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus den Bereichen Orthopädie und Unfallchirurgie, Neurochirurgie und Viszeralchirurgie erfolgt. Neben der Traumatherapie steht in der Intensivmedizin die Behandlung von Patienten mit entsprechendem Risikoprofil und nach großen orthopädischen Operationen im Vordergrund. Hinzu kommt die intensivmedizinische Versorgung von Patienten

  • mit akuten und chronischen Rückenmarksverletzungen,
  • der Sektion „septische Chirurgie“ und
  • des Bereiches Neurologie in der Rehabilitationsphase B.
 Struktur der „Intensivmedizin“

Alle 16 Behandlungsplätze auf der Intensivstation des BG Klinikums Duisburg sind mit einem vernetzten Monitorsystem, einem neueingerichtetem Patienten-Daten-Management-System (Centricity-Critical-Care, GE®) und moderner Infusions- und Beatmungstechnik ausgestattet. Das Team kann alle etablierten Beatmungsformen durchführen, inklusive nichtinvasiver Beatmung und high-flow-Sauerstofftherapie via Nasalkanüle. Darüber hinaus kommen auf der Intensivstation auch alle anderen Standardverfahren der modernen Intensivmedizin routinemäßig zum Einsatz. So erfolgt die kontinuierliche Nierenersatztherapie mit der Fresenius-Multifiltrate®, die in den meisten Fällen mit einer Citrat-Antikoagulation durchgeführt wird. Die kontinuierliche Überwachung der hämodynamischen Parameter wird per PiCCO® oder in vielen Fällen auch über das Flow-track-System (Edwards®) sichergestellt. Als mobiles Ultraschallgerät kommt das SonoSite-Edge® zum Einsatz.

Traumatologische Spezialisierung

Zusätzlich zu diesen Routinemaßnahmen ist der Gerätepark der Intensivstation auf die traumatologische Spezialisierung ausgerichtet. Das therapeutische Temperaturmanagement bei Patienten nach Reanimation oder bei Patienten nach schwerem Schädelhirntrauma wird mit einem nichtinvasiven Cool-Pad-System, der Arctic-sun®, gesteuert. Das differenzierte Gerinnungsmanagement, insbesondere bei polytraumatisierten Patienten, erfolgt auf der Station über die POC-Rotations-Thrombelastometrie (ROTEM®). Bei Patienten mit schwerem Thoraxtrauma hat sich zudem der Einsatz der Pulmonalen Impedanzmessung (Pulmo Vista, Dräger®) bewährt. In seltenen Fällen wird das extrakorporale CO2-Eliminationsverfahren (iLA® und iLA-activve®) angewandt. v

 Weiterbildung und Fortbildung

Alle Mitarbeiter des BG Klinikum Duisburg erhalten die Möglichkeit, sich individuell nach ihren Interessenschwerpunkten fortzubilden. Teilnahmen an intensivmedizinischen Fortbildungen und Kongressen sind ausdrücklich erwünscht werden großzügig von der Klinik unterstützt.

Der Bereich Intensivmedizin des BG Klinikums Duisburg betrachtet sich als Weiterbildungsklinik für Anästhesisten und Chirurgen die Interesse an der Intensivmedizin haben und sich mit großem Engagement dieser Fachrichtung widmen wollen. Der Leitende Arzt der Sektion besitzt die Ermächtigung für die gesamte Weiterbildung von 24 Monaten. Die Weiterbildung erfolgt in Begleitung eines Oberarztes als Tutor, der primärer Ansprechpartner für den Weiterbildungsassistenten ist und die Schwerpunkte der Weiterbildung festlegt. Die genaue Struktur der Weiterbildung orientiert sich am Logbuch der Ärztekammer Nordrhein und am Weiterbildungspfad der Sektion Intensivmedizin.

 Qualitätsmanagement

Die Qualitätsüberwachung ist ein wichtiger Baustein moderner Intensivmedizin, um die Struktur des Bereiches und die Effizienz der Arbeitsprozesse überwachen und vergleichen zu können. Das BG Klinikum Duisburg ist als Überregionales Traumazentrum im Trauma Netzwerk der DGU® zertifiziert. Darüber hinaus beteiligt sich die Abteilung aktiv am Peer-Review-Verfahren der Initiative für Qualität in der Medizin (IQM). Ergänzend dazu werden alle Daten bezüglich der Infektionshäufigkeit dem Nationalen Referenzzentrum (NRZ) übermittelt und im Vergleich mit anderen teilnehmenden Kliniken ausgewertet. Zudem finden regelmäßige berufsgruppenübergreifende klinikinterne Fortbildungen zu bestimmten Schwerpunktthemen statt und der Bereich Intensivmedizin ist in die Organisation des turnusmäßig durchgeführten Schockraum- und Reanimationstrainings eingebunden.

  Chefarzt

Dr. med. Carsten Hermann

Sekretariat :
Birgit Sochor

  0203 7688-3132   0203 7688-443132 anaesthesie@bg-klinikum-duisburg.de

  Intensivstation

Sekretariat :
Angelika Stempel

  0203 7688-3299 oder -3235   0203 7688-443566

  Weiterbildungspfad „Intensivmedizin“

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