Psychotraumatologie

Unfälle stellen ein einschneidendes Ereignis, mit unter Umständen dauerhaft lebensverändernden Auswirkungen dar, wie etwa bei einer Querschnittslähmung oder einer Amputation. Daraus ergeben sich oft hohe Anforderungen an die psychologischen Bewältigungsprozesse der Betroffenen und deren soziales Umfeld. So treten z.B. Gefühle von Traurigkeit, Wut, Verzweiflung oder auch Ängste auf. Der Bereich Psychotraumatologie bietet den Patienten daher eine professionelle psychologische Unterstützung in allen Behandlungsphasen im BG Klinikum Duisburg an. Auf Wunsch können auch Angehörige miteinbezogen werden. Sollten psychische Vorerkrankungen bestehen, berücksichtigen wir diese in der Versorgung ausdrücklich.

Psychologischen Fehlverarbeitungen vorbeugen

Wichtig ist es zudem – wenn erforderlich – über den stationären Behandlungsrahmen hinaus, eine anknüpfende ambulante Weiterbehandlung anzubahnen. So ist eine nahtlose Versorgung, die eine Verzögerung im Heilverlauf durch psychische Belastungen oder die Entwicklung psychischer Störungen verhindern soll, gewährleistet. Ziel ist es, psychologischen Fehlverarbeitungen wie z.B. eine posttraumatische Belastungsstörung, die später sogar das Krankheitsbild dominieren könnten, rechtzeitig vorzubeugen.

Eine Besonderheit ergibt sich für Patienten mit Schwerstverletzungen im Sinne des Verletztenartenverzeichnis  (SAV). Bei diesen erfolgt frühzeitig eine Einschätzung im Rahmen einer Untersuchung nach dem Prinzip des Freiburger Screening Fragebogens (FSQ). So können wir eine Einschätzung der psychischen Belastung als Unfallfolge sowie des Behandlungsbedarfs herausfiltern und frühzeitig eine intensivierte psychologische Mitbehandlung initiieren.

  Chefärztin

Dr. med. Susann Seddigh

Sekretariat :
Carmen Borisch

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